Schlossensemble aus dem Jahr 1882 in der Region Kleinpolen nördlich von Krakau. Das ehemalige Gut geht auf eine dokumentierte Domäne zurück, deren Ursprünge bis in das 14. Jahrhundert reichen. Das vom Warschauer Architekten Adam Oczkowski entworfene Hauptgebäude orientiert sich stilistisch an italienischen Landvillen.
Die Gesamtnutzfläche des Schlosses beträgt 1.238 m² (bei einem Rauminhalt von 8.000 m³), davon entfallen 922 m² auf die direkte Nutzfläche. Das Areal umfasst insgesamt 10,96 Hektar land- und forstwirtschaftliche sowie parkartige Flächen. Dieses gliedert sich in ein 6,93 Hektar großes Kerngrundstück mit dem Schloss, dem historischen Park und einem Obstgarten sowie eine 4,03 Hektar große Parzelle mit Teichen und eigener Quellwasserversorgung.
Zum denkmalgeschützten Gesamtensemble gehören neben dem Hauptschloss ein Renaissance-Speicher aus der Mitte des 16. Jahrhunderts, ein Renaissance-Tor mit Attika und Schießscharten, ein Pförtnerhaus aus dem 17. Jahrhundert sowie ein Zufahrtstor aus dem frühen 20. Jahrhundert.
Repräsentatives Hochparterre mit Eingangshalle, Zugang zur Terrasse, Speisesaal, Salon sowie eine ehemalige Orangerie. Im Obergeschoss ist die ursprüngliche Enfilade mit Schlafräumen und Balkonausgang erhalten. Das Gebäude ist vollständig unterkellert.
In den Innenräumen sind teilweise historische Holzparkettböden in Fischgrät- und Tafelmuster erhalten. Die Fenster sowie die zweiflügeligen Rahmentüren bedürfen der Restaurierung. Zur handwerklichen Ausstattung gehören kunstvoll verzierte Kachelöfen mit Flachreliefs, historische Einbauschränke, Eichenkredenze, eine Holztreppe sowie Beschläge aus Gusseisen und Messing. Von der ursprünglichen Fassadengestaltung mit 24 Steinbüsten polnischer Könige und Nationaldichter, die nach Entwürfen von Jan Matejko gefertigt wurden, sind heute noch einzelne Sockellemente vorhanden.
Ein besonderes architektonisches Detail bildet der Renaissance-Speicher: Das Steinbauwerk mit Zeltdach diente historisch unter anderem als arrianisches Bethaus, Waffenkammer und ab 1917 als privates Museum. Im Tonnengewölbe des Innenraums sind Renaissance-Polychromien mit den Wappen Jelita und Pilawa erhalten.
Alter Baumbestand mit Linden-, Kastanien- und Hainbuchenalleen ist vorhanden. Auf dem Areal befinden sich zwei Teiche sowie Überreste historischer Wirtschaftsgebäude.
Das Schlossensemble steht unter Denkmalschutz. Die derzeitigen Eigentümer haben mit ersten Sanierungs- und Sicherungsmaßnahmen begonnen. Substanzprägende Elemente wie die Gebäudehülle, die Polychromien im Lamus, die historische Tischlerkunst sowie die Kachelöfen stehen unter absolutem Schutz des regionalen Konservators (Wojewódzki Konserwator Zabytków). Weitere bauliche Anpassungen für künftige Nutzungskonzepte sind in Abstimmung mit der Behörde möglich.
Im kommunalen Revitalisierungsprogramm der Gemeinde Działoszyce ist das Schloss als Prioritätsobjekt für die Entwicklung touristischer Infrastruktur ausgewiesen, was den Zugang zu entsprechenden Förderprogrammen ermöglicht. Aufgrund der Dimensionen eignet sich die Immobilie für eine Nutzung als Boutique-Hotel, Klinik, Eventlocation oder repräsentativer Privatwohnsitz.