Im oberen Bereich des 10.000 m² großen Privatparks der Villa Maria steht ein außergewöhnliches Gewächshaus aus dem Jahr 1901. Die Eisen-Glas-Konstruktion folgt dem preisgekrönten Entwurf der Pariser Weltausstellung von 1900 und wurde zwischen 1985 und 1990 denkmalgerecht zu Wohnraum umgebaut.
Die Architektur wird in der Fachliteratur über den Comer See regelmäßig gewürdigt. Hohe Bäume und die natürliche Topografie schützen das Ensemble vor Wind, die Südausrichtung gewährleistet ganzjährig exzellente Lichtverhältnisse.
Raumaufteilung
Der Empfangsraum mit über 8 Meter hohen Fenstern und Fresken bildet das Zentrum. Daran schließen sich Esszimmer, Wohnzimmer und Billardzimmer mit eigenem Bad an. Ein Flur mit gewölbter Decke führt zur Küche und zu vier Schlafzimmern: zwei Hauptschlafzimmer teilen sich ein Bad mit Dusche und Whirlpool, zwei Gästezimmer verfügen über je ein eigenes Bad. Keller und Heizraum ergänzen die Wohnebene.
Die Ausstattung umfasst antike Teppiche, Möbel, Kunstwerke, Statuen und Lampen, die mit der Architektur harmonieren.
Park und Außenanlagen
Der private Bereich ist von einer Hecke und sieben antiken Vasen auf Kapitellen eingefasst. Ein ovaler Brunnen mit bronzenem Krokodil bildet den Mittelpunkt. Vier überdachte Stellplätze unter einem eisernen Glaspavillon fügen sich in das Ensemble ein.
Der dreihektagroße Gesamtpark der Villa Maria reicht bis zum See und bietet einen 20-Meter-Pool, Tennis- und Boccia-Platz sowie Wege zwischen jahrhundertealten Bäumen.
Villa Maria – Zur Geschichte
Der amerikanische Auftraggeber Martin Clerc ließ die Villa zwischen 1889 und 1892 nach Plänen des Ingenieurs Giacomo Mantegazza aus Menaggio errichten. Seine Erbin Josephine May vollendete das Projekt. Der italienische Bildhauer und Szenograf Ludovico Pogliaghi gestaltete die Innenräume und Parkanlagen.
Der lombardische Manierismus prägt die Villa mit ihren dreibögigen Loggien auf zwei Ebenen. Das Gewächshaus diente ursprünglich der Präsentation botanischer Raritäten aus Martin Clercs Geschäftsreisen. Ende der 1930er Jahre erwarb die Schweizer Familie Schmidt das Anwesen.
Griante
Der Ort liegt etwa 50 Meter über dem See auf einem Plateau gegenüber von Bellagio mit Blick auf die Grigne-Berge. Giuseppe Verdi komponierte Arien aus La Traviata in der Villa Ricordi. Stendhals "Chartreuse de Parme" spielt teilweise in Griante, Longfellow widmete dem Ort Gedichte. Zu den historischen Gästen zählen Papst Pius XI., Königin Victoria, Wilhelm II., Prinz Umberto von Savoyen, Konrad Adenauer und Nikolaus II.
Wanderwege führen zum Heiligtum Madonna delle Grazie di San Martino. Der Golf Club Menaggio liegt wenige Fahrminuten entfernt, Lugano ist in 30 Minuten, St. Moritz in 90 Minuten erreichbar.