Epochale Adressen für neue Adressaten
Luxus ist individuell und wird gelebt. Eine Liste aus Pool, Kamin oder einer Bulthaup-Küche kann eine Immobilie für den einen zum Luxusobjekt machen. Für den anderen entscheidet vielleicht allein die Lage – unabhängig von Zustand oder Ausstattung.
Luxuriöse Schlösser, Herrenhäuser und Villen können ganz unterschiedliche Qualitäten besitzen: eine begehrte Lage, eine Ausstattung, die sich abhebt, eine individuelle Sanierung, ein hoher Vermögenswert oder zukunftsrelevante Aspekte wie Energieeffizienz. Historische Luxusimmobilien folgen keinem festen Katalog von Luxusmerkmalen, sondern sind in ihrem jeweiligen Kontext besonders.
Das Preisniveau reicht vom hohen sechsstelligen Bereich bis weit in den zweistelligen Millionenbereich. Die Mehrheit der Objekte bewegt sich im siebenstelligen Segment. Bei echten Raritäten in Spitzenlagen bestimmen Seltenheit und Liebhaberwert – ähnlich wie bei begehrten Oldtimern – den Preis nahezu entkoppelt von üblichen Marktmechanismen.
Der Preis hängt dabei nicht zwangsläufig mit dem Sanierungszustand zusammen. In etablierten Top-Lagen dominieren Grundstückswert, Adresse und historisches Ensemble den Gesamtwert. Käufer erwerben die Lage und ein damit verbundenes Prestige.
Für die Zielgruppe ist ein Kaufpreis selten die primäre Kennzahl. Die Suche ist meist sehr spezifisch: Passen möglichst viele Anforderungen, tritt der Kaufpreis gegenüber den individuellen Kriterien in den Hintergrund. Übliche Quadratmeterpreise sind dabei in der Regel keine aussagekräftige Vergleichsgröße.
In deutschen und europäischen Städten gibt es Adressen, deren Wert und Reputation über Jahrzehnte oder Jahrhunderte gewachsen sind und die auch bei wechselnden Marktbedingungen gefragt bleiben. Außerhalb der Städte sind eine Lage am See oder Meerblick typische Preistreiber.
Fehlt eine solche etablierte Lage, können andere Merkmale den Wert bestimmen. Eine private Alleinlage ohne Nachbarn, eine aufwendige Sanierung mit hochwertigen Materialien oder außergewöhnlich große Raumstrukturen machen eine Immobilie ebenfalls zu einem besonderen Objekt.
Grundstücke mit mehreren Hektar, Raumhöhen über drei Meter und Wintergärten sind geschätzte Ausstattungsmerkmale historischer Luxusimmobilien. Nebengebäude bieten zusätzliche Flächen für Wohnen, Arbeiten, Gäste oder Veranstaltungen. Haustechnik des 21. Jahrhunderts, Wasserflächen und Wellnessbereiche können Teil eines Gesamtkonzepts sein.
Sind Originalantiquitäten oder epochengerechte Möblierung vorhanden, werden diese meist nicht oder separat mitverkauft. Restaurierte Parkettböden, Stuckaturen und maßgefertigte Elemente entstehen häufig in Zusammenarbeit mit Restauratoren und spezialisierten Handwerkern.
Original erhaltene bauzeitliche Ausstattung ist zusammen mit der historischen Substanz ein wichtiger Wertfaktor.
Neben direkt messbaren Größen wie Quadratmetern oder Ausstattung gibt es Details, die sich nicht reproduzieren lassen: eine seit Jahrhunderten erhaltene Sichtachse, Entwürfe eines bedeutenden Baumeisters, originale Fresken oder Parkettarbeiten von besonderer Qualität. Auch die Historie eines Hauses, etwa eine fürstliche Herkunft, kann seinen Wert prägen. Bei ehemaligen Industriebauten oder anderen ungewöhnlichen Objekten kann dagegen die gelungene Umnutzung den Charakter der Immobilie bestimmen.
Diskretion ist durch die Inszenierung von Luxusgütern und Lebensstilen in den sozialen Medien etwas aufgeweicht. Insbesondere Eigentümer in der zweiten Lebenshälfte bevorzugen jedoch Vertraulichkeit und wünschen keine öffentliche oder offensiv beworbene Verkaufsinszenierung. Eigene Netzwerke sind begrenzt und häufig schnell ausgeschöpft. Über Blindangebote lassen sich weitere Interessenten in einem kontrollierten Prozess ansprechen. Bei REALPORTICO sind das die PORTICO Secrets.