SCHLOSS LINDACH
Geschichte bewahren - Möglichkeiten entdecken - Zukunft gestalten - Historisches Gebäudeensemble mit 2.373 m² Nutzfläche
Schloss Lindach liegt am westlichen Ortsrand von Lindach, einem Stadtteil von Schwäbisch Gmünd, in einem weitläufigen Park mit angrenzenden Wald- und Landwirtschaftsflächen. Das Gebäudeensemble umfasst das Schloss mit 1.026 m² Nutzfläche, das Praxishaus mit 395 m², das Kurhaus mit 508 m², zwei Gewächshäuser mit zusammen 242 m² sowie eine Remise mit 202 m². Seit 2015 wird das Anwesen laufend instand gehalten und modernisiert.
Geschichte
Das Dorf Lindach wurde 1331 erstmals urkundlich erwähnt. Der vierkantige Turm der ehemaligen Burg stammt vermutlich aus dieser Zeit. Seine heutige Gestalt erhielt das Schloss insbesondere durch Umbauten unter den Herren von Laymingen zwischen 1580 und 1690. Im 20. Jahrhundert folgten weitere Umbauten und Renovierungen.
Seit 2015 wurden unter anderem Fenster, Bäder, Heizungsanlagen, Küchen und Zimmerausbauten erneuert. Die Sanierung einzelner Bereiche ist noch nicht abgeschlossen.
1. Schloss
Das Schlossgebäude umfasst 1.026 m² Nutzfläche auf mehreren Etagen. Eine Eingangshalle, zwei Treppenhäuser und ein Aufzug erschließen die verschiedenen Gebäudebereiche. Unter dem Gebäude befindet sich ein Gewölbekeller.
Das Erdgeschoss bietet auf rund 170 m² Platz für Küche, Verwaltungs- und Nebenräume sowie die Haustechnik.
Im ersten Obergeschoss stehen auf etwa 170 m² sieben Zimmer mit Sanitärräumen zur Verfügung. Die Sanierung dieses Bereichs ist noch nicht abgeschlossen.
Im zweiten Obergeschoss befinden sich ein Wohn-, Ess- und Kochbereich sowie im Nordtrakt zwei Speisesäle und vier Zimmer mit Bad und WC.
Das dritte Obergeschoss umfasst auf 319 m² insgesamt 13 Zimmer, jeweils mit eigener Dusche und WC.
Die Kombination aus Zimmern, Apartments, Gemeinschaftsbereichen und Speisesälen bietet eine vielseitige räumliche Grundlage für unterschiedliche Nutzungs- und Betriebskonzepte.
2. Praxishaus
Das 1969 in Massivbauweise errichtete Praxishaus umfasst 395 m² Nutzfläche auf drei Ebenen.
Im Untergeschoss befinden sich Nebenräume und der Heizraum. Das Erdgeschoss verfügt über eine Empfangshalle, eine voll ausgestattete Küche sowie Wohn- und Sanitärräume samt Inventar.
Im Dachgeschoss stehen sechs Apartments mit Dusche und WC sowie drei zusätzliche Zimmer beziehungsweise Abstellräume zur Verfügung.
Die vorhandene Raumstruktur kann ergänzend zum Schloss genutzt werden, beispielsweise für Gäste- oder Personalunterkünfte sowie für medizinische, therapeutische oder beratungsorientierte Angebote. Entsprechende Nutzungen setzen gegebenenfalls erforderliche Genehmigungen voraus.
3. Kurhaus
Das Kurhaus wurde 1965 in Massivbauweise errichtet und 1985 aufgestockt. Es umfasst 508 m² Nutzfläche.
Im Erdgeschoss befinden sich auf rund 268 m² mehrere Zimmer, die überwiegend mit eigener Dusche und WC ausgestattet sind.
Das 240 m² große Dachgeschoss bietet sieben weitere Zimmer und drei Apartments, jeweils mit eigener Dusche und WC.
Die Zimmer- und Apartmentstruktur ermöglicht eine eigenständige Nutzung oder die Einbindung in ein übergreifendes Beherbergungs-, Seminar- oder Betreuungskonzept, vorbehaltlich der jeweils erforderlichen Genehmigungen.
4. Gewächshäuser
Die beiden Gewächshäuser verfügen über eine Gesamtfläche von 242 m² und sind mit Wasseranschlüssen ausgestattet. Eine Einheit ist für Elektro- und Heizungsinstallationen vorbereitet.
Die Flächen ergänzen das Gebäudeensemble um weitere Nutzungsbereiche, beispielsweise für gärtnerische Zwecke oder als ergänzende Betriebsflächen.
5. Remise
Die Remise umfasst 202 m² und ist teilweise offen sowie gut zugänglich. Wasser- und Stromanschlüsse sind vorhanden.
Sie eignet sich unter anderem als Unterstellfläche für Fahrzeuge sowie als Lager- oder Werkstattbereich und kann damit die Nutzung der übrigen Gebäude ergänzen.
Lage
Das Anwesen befindet sich am westlichen Ortsrand von Lindach, etwa fünf Kilometer nordöstlich von Schwäbisch Gmünd. Die Umgebung ist durch Wald- und Landwirtschaftsflächen sowie die Landschaft Ostwürttembergs geprägt.
Über die Bundesstraße B29 besteht eine Anbindung an Schwäbisch Gmünd und den Großraum Stuttgart. Ergänzend erschließt die Bahnstrecke Stuttgart–Aalen die Region.
Nutzungsoptionen und Entwicklungspotenzial
Die unterschiedlichen Gebäude und Raumstrukturen eröffnen Ansatzpunkte für verschiedene Nutzungskonzepte. Denkbar sind unter anderem:
- Hotel und Gastronomie: Beherbergungsbetrieb, individuelles Hotelkonzept oder gastronomische Nutzung
- Gesundheit und Therapie: medizinische oder therapeutische Einrichtung sowie Gesundheitsangebote
- Seminare und Veranstaltungen: Schulungs-, Tagungs- oder Begegnungszentrum
- Wohnen und Betreuung: Seniorenwohnen oder geeignete Wohn- und Betreuungseinrichtungen
- Erholung und Freizeit: Retreat-, Erholungs- oder Freizeitangebote sowie gegebenenfalls Reitkonzepte
Die tatsächliche Umsetzbarkeit hängt von der baulichen Eignung, den jeweiligen Genehmigungen und den planungsrechtlichen Voraussetzungen ab.
Nach vorliegenden Angaben sind auf Teilen des Areals ergänzende Neubauten denkbar. Umfang und Realisierbarkeit müssen anhand des örtlichen Planungs- und Baurechts geprüft werden.